KUNST AM BAU – DIE BAUSTELLE ALS KUNSTGALERIE

Der Entwurf eines zu bauenden oder renovierenden Gebäudes ist für uns weit mehr als die schlichte Errichtung oder Instandsetzung eines Hauses. Aufsehenerregende Architektur und innovatives Design als Lichtblicke im urbanen Raum stehen für uns immer im Vordergrund. Die Grenzen zur gestaltenden Kunst sind dabei fließend und beginnen bei uns direkt mit den Arbeiten an einem Gebäude. So sind wir auf die Idee gekommen, bereits den Prozess der Neugestaltung eines Hauses als Bühne für die Darstellung von Kunst im öffentlichen Bereich zu nutzen.

Für unser Projekt „Kunst am Bau“ zum Beispiel, bieten wir die Fläche unserer Staubnetze auf den Gerüsten Künstlerinnen und Künstlern als Unterlage für ihre Werke an.  Jedes neue Staubnetz wird somit Teil eines großen Gesamtkunstwerkes und bereichert das Stadtbild um eine einzigartige „Straßen Kunstgalerie“.

 

JÖRGERSTRASSE 20-22/RANFTLGASSE 1, 1170 WIEN

Die beiden Selbstportraits stammen vom jungen Zeichner, Musiker und Performance-Künstler Philipp Muerling. „Ich arbeite an meinen Barrieren“, sagt der Künstler. Durch eine neurodegenerative Krankheit ist er motorisch eingeschränkt und seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Radikal und ungeschönt, verletzlich und nackt stellt er daher den eigenen Körper immer wieder ins Zentrum seiner Kunst. In Performances und Videos konfrontiert er sich und das Publikum mit den Barrieren und dem Scheitern, das ihm dieser Körper auferlegt, macht sich zum Modell und Objekt serieller, studienartiger Selbstportraits in Bleistift und lotet den erzwungenen Rhythmus und die Langsamkeit dieses Körpers in der Dekonstruktion digitaler Musikstücke aus.

Philipp Muerling ist 1988 in Niederösterreich geboren und aufgewachsen und lebt in Wien.

Mehr über den Künstler auf seiner Homepage.

 

 

RÖMERGASSE 57, 1160 WIEN

Auf über 100 Quadratmetern haben die Kinder der Klasse 1a der Odoakergasse Kreativschule eine Kunst-Collage kreiert. Die ausgesuchte Arbeit ist eine von Dutzenden Einreichungen, die im Rahmen eines Projektes an der Schule im Frühling 2021 entstanden sind. Unter dem Thema „Mein Wien“ haben die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und gezeigt, wie sie die Stadt sehen und was ihnen in unserer Stadt wichtig ist.

 

 

LAIMGRUBENGASSE 4, 1060 WIEN

Das Bild stammt von Lara Erel und ist Teil der Serie „Gegenstadt“. Die Künstlerin ist von Gebäuden und Gegenständen fasziniert, die immer in ihren Bildern präsent sind. Die Rolle einer Stadtplanerin und Alltagsarchäologin übernimmt sie dabei gerne. In Ihrer Serie „Gegenstadt“ verwendet sie die Form von Gegenständen, um Gebäude zu bauen.

Lara Erel ist 1989 in Frankreich, in der Nähe von Lyon, geboren und hat in Wien an der Universität für angewandte Kunst studiert.

Mehr über Ihre Werke finden Sie auf Ihrer Homepage.

WIEDNER HAUPTSTRASSE 90-92, 1050 WIEN

Das hier gezeigte Bild ist von dem Tiroler Künstler Hannes Seebacher und trägt den Titel „Socrates“. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Seebacher mit der Mythologie und der Erkenntnis durch den Mythos, sowie der resultierenden Antwort der Menschen in Form eines Kultus durch Rituale.

Das Werk ,,Socrates“ ist eine Anspielung auf eines der Lieblingszitate Seebachers des Philosophen Socrates: „Die einzig wahre Weisheit besteht darin, zu wissen, dass man nichts weiß.“

Hannes Seebacher ist 1969 in Kufstein, Tirol geboren und aufgewachsen. Er ist seit über 20 Jahren als freischaffender Künstler tätig und lebt heute in Kiefersfelden, Deutschland.

Mehr über den Künstler erfahren Sie auf seiner Homepage.